complexity from http://sprott.physics.wisc.edu/fractals.htmIn einem ausführlichen review-Artikel im Scientific American gibt Robert Shapiro einen Überblick über die jüngsten Trends bei der Erforschung des Ursprungs des Lebens auf der Erde. Die Forschung zum Thema ist gerade sehr aktiv, es gibt zunehmend mehr Geld für die Astrobiologie und das macht sich bemerkbar. Mittlerweile ist recht sicher, dass es auf unserer 4.5 Milliarden Jahre alten Erde seit 3.8 Milliarden Jahren Leben gibt. Lange Zeit wurde davon ausgegangen, dass es die großen Makromoleküle der Nukleotide (z.B. RNA) sind, die die Schlüssel zum Leben sind. Man versucht zu erklären, wie sich derart komplexe Makromoleküle selbst replizieren. Shapiro findet dafür folgenden Vergleich: Stellen sie sich einen Gorilla vor, der auf einer enormen Tastatur spielt, die alle gängigen Schriftzeichen aller Sprachen der Welt enthält. Die Entstehung solch eines Replikatormoleküls ist ungefähr so wahrscheinlich wie die Wahrscheinlichkeit, dass der Gorilla in perfektem Englisch durch Zufall ein Rezept für Chili con Carne eintippt.
Die Schwierigkeiten die es bei der Erklärung dieser Modelle noch gibt können umgangen werden mit dem “metabolism first” Ansatz, der Idee, dass in einem autokatalytischen System anfänglich viele kleine organische Moleküle, sogenannte “zusammengesetzte Genome” Informationen vererbten. Es gibt eine Unzahl von Möglichkeiten, wie und wo auf der jungen Erde so etwas entstanden sein könnte (Forschungsansätze z.B. hier , oder hier). Stuart Kauffman fasst das so zusammen “If this is all true, life is vastly more probable than we have supposed. Not only are we at home in the universe, but we are far more likely to share it with unknown companions.””