Dass ich nun schon wieder auf die Affen komme ..
Im Februar sind zwei Arbeiten erschienen die ziemlich spannende Neuigkeiten über die anderen Primaten bringen.

  • In den PNAS wurde von einfachen Steinwerkzeugen berichtet, welche vor mehr als 4000 Jahren von Chimpansen in den Wäldern der Elfenbeinküste hinterlassen wurden.(Hier eine Zusammenfassung)
  • In Current Biology erschien ein Artikel der beschreibt wie Anthropologen Chimpansen dabei beobachteten wie sie Speere herstellen um damit kleine Buschbabies zu jagen.
  • Der Begriff des “toolmaking animal” erfährt also gerade eine mächtige Wandlung. Die Grenzen des Werkzeuggebrauchs zu den frühen Menschen verschwimmen.

    Noch etwas ist interessant. Es sind vorwiegend die Weibchen und jungen Chimpansen die in der Savanne vom Senegal neue Werkzeuge erfinden.

    Ich habe am Wochenende gleich mal in einem Artikel von Donna Haraway geschmökert den ich vor Jahren einmal gelesen hatte. Darin beschreibt Haraway exemplarisch die enge Verwobenheit wissenschaftlicher Deutungsmuster und wissenschaftlichen Bedeutungs-Produzierens mit den jeweilig spezifischen zeitgenössischen Debatten. Kommen die cleveren Chimpansenweibchen gerade in der richtigen Zeit?

    Im Guardian wird die Besprechung der Arbeit mit “Armed and dangerous” getitelt, der New Scientist titelt mit “Spear-wielding chimps snack on skewered bushbabies“. Das hört sich beides eher nach dem Kannibalen von Rothenburg an…