linni.jpg

Die Prospektoren in den Ölfirmen haben keine Namen für Fossilien, sie sagen einfach bugs dazu und geben ihnen Nummern.

Linnaeus’ 300jähriger Geburtstag naht (am 23 Mai) und bald wird es eine Flut von Artikeln über ihn geben. Auf tiefes leben auch.

Linnaeus hat damit angefangen ein hierarchisches System zu errichten mit denen wir den Organismen unserer Erde einen Namen geben. Den Dingen einen Namen geben heißt sie in unsere Wirklichkeit aufzunehmen. Guten Tag Neofelis diardi. Wir wissen das es dich gibt, das ist hoffentlich gut für dich.

Wieviele Arten von Organismen gibt es? Die Schätzungen reichen von 2 Millionen bis zu 100 Millionen. Geschätzte 1.7 Millionen haben bereits einen Namen ––– und die sind mittlerweile im Netzt präsent!

Es gibt eine große Anzahl von online - Datenbanken in denen wir nach diesen Namen suchen können. Hier eine Auswahl der wichtigsten:

  • ZooBank. – Der Zoological Record, die klassische Ressource um wissenschaftliche Informationen über gültige Namen zu finden. Seit ein paar Wochen frei verfügbar im Netz. Wow!
  • Tree of Life. – Klickbarer Baum mit vielen Informationen, gut für Laien verständlich. Wunderbar zum surfen um seltsame Tiere und Pflanzen zu entdecken.
  • uBio. – Ein vielversprechendes Projekt. (mein Favorit) Hier kann man das Netz nach Informationen über bestimmte Namen durchsuchen. Wenn es darum geht aktuelle (nicht nur) wissenschaftliche Arbeiten über einen Organismus zu finden, dann gibt es hier das frischeste. Wann wird es Google kaufen?
  • iSpecies. Eine Webseite für jede Spezies. Das wär schön. Auf iSpecies kann man danach suchen – und man wird erstaunlich oft fündig.
  • TreeBASE. – Ist eine Datenbank in der für inzwischen mehr als 70.000 Namen die Verwandschaftsverhältnisse visualisiert werden können. Morphologische und molekularbiologische Daten werden analysiert.
  • species2000.– Das ambitionierte Projekt alle Arten der Erde mit Namen in einer Datenbank zu erfassen. Ende 2006 sind sie immerhin bei über 800.000 Namen angekommen.
  • Wikispecies.– Auf Wikispecies geht es eigentlich gerade erst los. Das wikilexikon der Organismennamen.
  • GBIF. – Hier geht’s an die Sammlungen. Für jeden Namen ist in einer naturwissenschaftlichen Sammlung idealiter ein Typus (sozusagen ein Ur-Meter) hinterlegt. (übrigens auch für den Menschen, white male natürlich). Wo man diese Typen findet, findet man hier, verlangt aber etwas Gedult.
  • Paleobiology Database. – Die wichtigste Ressource um an Informationen über Vorkommen fossiler Organismen zu gelangen. Derzeit mit beinahe 100.000 Namen.
  • Palaeos.– Klickbarer phylogenetischer Stammbaum der fossilen und lebenden Organismen, mit vielen Infos für Laien verständlich, demnächst verbessert auf Wikipedia.