das erste posting. Hier gibt es vermischte Empfehlungen die mir zum Anfang gerade einfallen.

Die NY Review of Books stellt ja manche Beiträge frei. Dieser hier ist sehr lesenswert, weil er in einem Abwasch eine kurzen Abriss über die aktuellen topics des Evo-Devo informiert und gleichzeitig Argumente liefert, warum es kein Gen für Homosexualität oder Schüchternheit gibt. Den Artikel gibt es auch in der Lettre International auf deutsch. Die Zeitung lohnt sich allemal.

Natürlich muss ich hier auf Swetlana Alexijewitsch hinweisen.
Die große Tschernobyl Chronistin . Alexijewitsch’s Berichte führen uns vor Augen, wie wir Menschen so oft und gerne so völlig unangemessen und auf eine ganz menschliche Weise auf Dinge reagieren die völlig außerhalb unseres Erfahrungshorizontes liegen. Wir waschen die radioaktiv verseuchten Äpfel ab bevor wir hineinbeißen wollen, wir bombardieren Afganistan weil wir glauben damit ein zweites 9/11 zu verhindern… Ich war zum 20sten Jahrestag der Tschernobyl Katastrophe auf einer Veranstaltung, auf der Alexijewitsch gelesen hat. Es ging dort viel um die Bedrohung “Terrorismus”. Alexijewitsch’s Texte bergen viel Potential, um darüber nachzudenken was es heißt, dass die Konsequenzen unserer Handlungen unabsehbar seien können. Das macht diese Texte so wichtig.

Wenn wir schon bei der Wahrnehmung sind: Über Konstruktivismus darf gestritten werden. Es bereitet auf jedenfall Freude diesen Artikel von Heinz von Foerster zu lesen.

Es gibt dieses lobenswerte Projekt Linksnet. Eine Internet-Plattform linker Zeitschriften. Dort werden regelmässig auch zum Thema Bildungspolitik und “Umwelt” frei zugängliche Texte veröffentlicht. Ein Artikel zur Klimapolitik, der jetzt vielleicht nicht gerade sensationelle Neuigkeiten darstellt, aber dennoch ganz interessant ist findet sich hier.