Nackte Eier ?
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Pünktlich zu Ostern gibt es neue Eier aus China. Und zwar aus Doushantuo. Ganz kurz zu Doushantuo: Die Doushanto Formation (635–551 Millionen Jahre alt) in China ist berühmt geworden durch ihre extrem gut erhaltenen Fossilien, die aus einer Zeit stammen in der die ersten mehrzelligen Tiere auftauchten und sich explosionshaft ausbreiteten, dem Ediacarium. Unter diesen Fossilien sind auch kleine ca. 0.5 mm große gefurchte Kügelchen, die ganz offensichtlich Zellakkumulationen sind.
Man hat diese Dinger als Embryos, und frühe Blastula Stadien interpretiert. Im letzten Jahr kam dann von anderer Seite der Einwand das Ganze könnten auch große Schwefelbakterien, wie diese hier gewesen sein.
Nun (wie heute in nature berichtet) wurden aber besonders gut erhaltene Exemplare gefunden, die diese Zellkügelchen in einer Hülle zeigen. Solche Hüllen kennt man seit Langem aus Gesteinen die älter sind als Paläozän: Acritarchen. Die Autoren des nature Artikels verstehen diese eingehüllten Kügelchen als starkes Argument, dafür, dass es sich tatsächlich um frühe Teilungsstadien multizellulärer Tiere handelt. In der gleichen Ausgabe von nature verteidigen sich die Autoren der Bakterientheorie und versuchen zu erklären, dass es sich bei den Hüllen vielleicht gar nicht um richtige Hüllen sondern um einen feinen Film handelt, wie er von Bakterien bekannt ist.
Wie dem auch sei, die drei Texte in der heutigen nature sind ganz unterhaltsam um die feinen Unterschiede zwischen sheath, coat und hull, cyst, vesicle, capsule, und envelope zu verstehen, oder auch nicht.
Ich für meinen Teil freue mich auf jedenfall aufs Eiersuchen im Grünen am Sonntag.





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